OpenSAGA 1.1.0 freigegeben / Roadmap 2010

Heute haben wir nach einigen Wochen abend endlich OpenSAGA 1.1.0 fertiggestellt. Dabei handelt es sich – wie der Name bereits andeutet – um ein “minor release”, dass sich insbesondere darauf fokussiert, Usability und Dokumentation der Plattform zu steigern. Mit der Version 1.1.0 legen wir außerdem den Grundstein für eine ganze Reihe neuer spannender Features, die wir bis Jahresende angehen wollen. Begleitet wird OpenSAGA 1.1.0 auch durch das neue OSclipse-Release 1.1.0, dass den Entwicklungskomfort innerhalb von Eclipse deutlich steigt.

OpenSAGA 1.1.0

Die Dokumentation von OpenSAGA 1.1.0 – insbesondere das Referenzhandbuch – wurde noch mal deutlich ausgeweitet. Und wir arbeiten weiter an diesem Thema. Die Laufzeitplattform wurde etwas beschleunigt (insbesondere beim Startup) und hat vor allem kleine Optimierungen erfahren, die aus Projektfeedback entstanden sind – interessant ist der neue Scaffolding-Mechanismus für CRUD-Prozesse, mit dem mit wenigen Zeichen Code komplexere Prozesse abgebildet werden können. An den dynamischen Stylesheets hat sich auch einiges getan – hierzu wird es Ende nächsten Monats nach unserer Planung noch ein größeres Release geben. Außerdem haben wir eine Reihe interner Modelle vereinheitlicht, so dass Erfahrungswerte noch leichter auf neue Anwendungsfälle übertragbar sind. Und eine wichtige funktionale Erweiterung, die in den nächsten Versionen noch deutlich ausgebaut wird, ist die neue Möglichkeit, Prozesse zu parametrisieren.

OSclipse 1.1.0

OSclipse 1.1.0 bietet vor allem wesentlich erweiterte Autovervollständigung für Modell-IDs, neue Quickfixes, um noch zu erzeugende Modelle schnell anlegen zu können, eine nachhaltige Flexibilisierung der Schema-Versionierung und letztlich den Einstieg in den Maven-Support. Dieser befindet sich zwar noch im Alpha-Stadium, aber bereits die ersten Ergebnisse sind grandios, kann man damit Projekttemplates doch noch viel effektiver aufsetzen.

Die Roadmap für die nächsten Monate

Mittlerweile haben sich auch die Feature-Pläne für OpenSAGA 2.0.0 stabilisiert. Ob wir alles so wie geplant hinbekommen, hängt auch ein wenig davon ab, wie viele Projekte wir parallel durchführen, wir sind aber bester Dinge, da Projekte unserer Erfahrung nach eher stimulierend für die Plattformentwicklung wirken. Im wesentlichen haben wir die Unterstützung einer Reihe technischer Features geplant, die für viele Projekte relevant sind:

Neue technische Eigenschaften

Auf der technischen Seite sind die wesentlichen geplanten Features

  • leistungsfähige Reporting-Funktionen. Dazu werden wir JasperReports verwenden, um sowohl Online-Reporting im Portal (natürlich verbunden mit Eingabeelementen zwecks Filterung, usw.) als auch download-fähige Reports anbieten (insbesondere als PDF).
  • Portlets. Zumindest prinzipiell. Unser Ziel ist dabei nicht primär die Unterstützung der eher schwachen und viel zu umständlichen JSR-168- und JSR-286-Portlet-Standards sondern die Bereitstellung eines schlanken deklarativen Ansatzes, mit dem in Sekunden Prozesse in Portlets verwandelt werden können.

Neue Verwaltungskomponenten

Um Verwaltungsanwendungen noch besser zu unterstützen, wollen wir vor allem in vier Gebieten aktiv sein:

  • OSCI-Unterstützung für die sichere Kommunikation,
  • XÖV-Support zu einfachen Integration von XÖV-Szenarien,
  • die Integration allgemeiner Verwaltungsschnittstellen (z.B. zur Anbindung von Registern) und die
  • weitere Verbesserung der Barrierefreiheit von OpenSAGA-basierten Anwendungen. Diese ist zwar bereits immens hoch, aber ein bisschen was geht noch und die BITV 2 ist ja auch im Anmarsch. Hier schweben uns Funktionen vor wie automatisierte Kontrastoptimierung zu vorgegebenen Farbschemata u.ä.

Zu diesen Themen stehen wir mit potenziellen Partnern im Gespräch und hoffen, noch in diesem Jahr Ergebnisse präsentieren zu können.

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