OpenSAGA 3.0 Übersicht

Wie bereits hier angekündigt nähert sich OpenSAGA langsam aber sicher dem 3.0-Release. OpenSAGA 3.0 ist zum Teil eine Weiterführung des bisherigen OpenSAGA Weges, teils eine Neuorientierung resultierend aus den bisherigen Erfahrungen aus und Anforderungen von Projekten, die mit OpenSAGA betrieben wurden. Einige Teile wurden konzeptionell überarbeitet (zum Beispiel das Deklarative Rechtesystem) und andere Teile sind neu hinzugekommen.

Wie bereits hier erwähnt, ist einer der Teile die Unterstützung von Content-Management-System Funktionalität. Dies betrifft gleich mehrere Bereiche und Aspekte von OpenSAGA.

Neben den traditionellen OpenSAGA-Prozessen, gibt es nun eine zweite Art von Inhaltsdarstellung in OpenSAGA, nämlich Einzelseiten oder -sichten. Diese gehören nicht zu einem Prozess, sind nicht Teil eines UI-Flusses, sondern existieren einzeln unter einer bestimmten URL. Sie dienen hauptsächlich der Präsentation von Daten und Inhalten, können aber auch als Übersicht und Einsprung in klassische Prozesse verwendet werden. Obwohl sich die technische Form von Einzelseiten und Prozess-Sichten stark unterscheidet, unterscheiden sie ich auf Modell-Ebene kaum. Die Präsentationskomponenten von OpenSAGA (zum Beispiel Datagrid oder List-Iterator) können eins zu eins übernommen werden. Innerhalb von Einzelseiten werden einfache Formulare unterstützt, auch wenn nicht der volle Komfort des normalen OpenSAGA-Objekt-Lebenszyklus zur Verfügung steht.

Die URL-Adressen innerhalb einer OpenSAGA-Anwendung sind nun zu einem großen Teil Benutzer-definierbar. Dies betrifft die eben erwähnten Einzelseiten, wie auch die Einsprungadressen zu Startzuständen beziehungsweise laufenden Prozessen.

Verschiedene Konzepte, die vorher als rein statisches Modell vorhanden waren, führen nun eine Doppelexistenz. Zum Einen gibt es einen aus dem Modell vorgegebenen Teil, zum Anderen kann der Anwendungs-Administrator diese Objekte während die OpenSAGA-Anwendung läuft neu definieren beziehungsweise umdefinieren.Dies betrifft einen Teil der neuen Sicherheitsmodelle, die Navigation und die URL-Zuordnungen von Prozessen und Einzelseiten, wie auch die Definition der Einzelseiten selbst.

Neben diesen großen strukturellen Änderungen gab es auch eine große Menge von kleinen Detailänderungen, die entweder für die Administrationsoberflächen nötig waren, oder sich einfach aus der neuen Struktur ergaben. Einige dieser Änderungen werde ich hier in der nächsten Zeit noch im Detail vorstellen.

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