BITV

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Christoph Barchnicki

Wie versprochen, geht’s los!

Nach lesen der 8 Seiten (ich meine damit den BITV-Test ;-) ) stieg die Motivation weiter an. Eigentlich sind wir vom Ziel nur 2,5 Punkte (!!) entfernt. Bisher entstanden die 92,5 Punkte auch unter anderem durch gewissenhaftes Arbeiten (ich habe ein eigenes Layout benutzt und nicht das Basis-Layout von OpenSAGA), ansonsten hätte ich mich für diese Punktzahl nicht so anstrengen müssen ;-) .

Wie arbeitet man denn gewissenhaft? Nunja, man sollte schon die Schritte des BITV-Tests verinnerlicht haben. Mit OpenSAGA hat man zu dem  z. B. den Luxus Zusatzbiblotheken wie DSS nutzen zu können, die das Erstellen eines Layouts unheimlich vereinfachen und viele barrierefreie Helfer mitbringen.

Wie sieht so ein Helfer aus?

Ich schweife zwar ab, fände es aber interessant, das mal erwähnt zu haben. Ich will mal ein Beispiel nennen:

Nehmen wir mal den BITV Prüfschritt 1.4.3a:

“…für Schriftgrößen unter 24 px [...] prüfen, ob das Kontrastverhältnis bei 4,5:1 oder größer liegt”

Schauen Sie sich mal die Anleitung an, wie das zu Prüfen ist – oder wie dies überhaupt kontrolliert werden kann. Die Zusatzbibliothek DSS, die schon in OpenSAGA enthalten ist, sorgt beispielsweise automatisiert dafür, dass dieser Wert eingehalten wird. Aus zwei gegebenen Farben, wird diejenige ermittelt, die den besten Kontrast zur dritten aufweist. So wird sichergestellt, dass es keine Kontrastfehler gibt. Ich habe konsequent diese Funktion auf der gesamten Website genutzt – und habe im BITV-Test keine Abzüge für Kontrastfehler. Episch.

Start Teil 1 …

Nehmen wir uns den ersten fehlgeschlagenen Prüfschritt vor:

Prüfschritt 1.1.1b “Alternativtexte für Grafiken und Objekte” gab es nur ein “eher erfüllt” und einen Abzug von 0,75 Punkten.

Was ist schief gegangen? Die Website verwendet neben einer Slideshow auch Bannergrafiken. Die Bannergrafiken sind eng an die jeweilige View über ein <ui:compontent-setting> gekoppelt. Das heißt ganz einfach erklärt, die View teilt dem OpenSAGA-Haupttemplate mit, welches Bild angezeigt werden soll. Damals war es keine Option, an jedes <ui:compontent-setting> noch einen Alternativtext zu binden, der Aufwand der Pflege wäre zu hoch gewesen (ich habe weit über 40 Grafiken benutzt; Mensch, das Auge isst doch mit!).

Lösung:

Nach etwas stöbern im Handbuch war schnell ermittelt, dass OpenSAGA für solche fälle “Placeholder” zu Verfügung stellt. Da das Haupttemplate weiß, auf welcher View es sich befindet (Breadcrumb) kann hier einfach als Alt-Attribut der Placeholder ${title} angegeben werden.

<img src=”${request.contextPath}/app/res/media/teaser/${os:setting(‘headerImage’)}.jpg” alt=”${title}”/>

Fertig! Nun erhält die Grafik als Alternativtext die Titelbeschreibung bzw. den Brotkrumen des Views, natürlich mit voller i18n Unterstützung, wenn man will. Das passt sehr gut, da die Bannergrafiken eine Art Aufmerksamkeitserreger für die View sein sollen.

Der zweite fehlgeschlagene Prüfschritt, mit dem ich mich in diesem Teil beschäftigen will, besagt:

Prüfschritt 1.3.1a “HTML-Strukturelemente für Überschriften” gab es nur ein “eher erfüllt” und einen Abzug von 0,75 Punkten.

Neben ein paar kleinen Überschriften-Tags, die nicht korrekt nach BITV2 eingesetzt wurden, steht im Test unter diesem Punkt noch ein weiterer Kommentar, der Arbeitsaufwand erzeugen dürfte.

“Die Grafiken oben haben die Funktionen einer Überschrift, wurden aber nicht [...] ausgezeichnet”.

Damit dürften wohl die Bannergrafiken gemeint sein, die schon beim Alternativtext Probleme gemacht haben. Die Schrift ist in der Grafik eingebettet und ist kein HTML-Element:

(nicht BITV-Konform)

Betritt Beispielsweise jemand mit einem Screenreader die Website, so werden ihm die auf dem im Bild enthaltenen Informationen vorenthalten. Dies muss geändert werden!

Lösung:

Hier gilt das gleiche, wie schon im vorherigen Prüfschritt: Der Aufwand der Pflege soll minimiert und am besten automatisiert erfolgen. Natürlich könnte man es sich jetzt leicht machen und auf die Grafiken verzichten – wir hatten zwar mit Abzügen gerechnet – aber ich möchte jeden Punkt herauskitzeln. Die Website soll weitestgehend ansprechend aussehen, ein Verzicht der Grafiken kommt nicht in Frage.

Da schon das vorher erwähnte Title-Attribut in der OpenSAGA-Templatedatei verrät, wo wir gerade sind, reicht es an der Stelle, diese Information hübsch in einem Container über die Grafik zu legen. Damit sind der Bezug und die Auszeichnung vollständig erhalten, auch für Screenreader. Im Branch ausprobiert, erhielt ich ein ansprechendes Ergebnis:

Bannerbilder der OpenSAGA-Website im Vergleich

Wie der Grafik zu entnehmen ist, zeigt (1), wie die Bannerbilder bisher aussahen. Die neue Grafik, (2) lässt die eingebettete Schrift einfach weg. (3) zeigt einen aktuellen Screenshot: Hier wird der “${title}-Placeholder” über die Grafik gelegt und somit als HTML-Schrift eingebettet – Fertig.

Okay – somit hätten wir theoretische 1,5 Punkte mehr ;-)

Das soll es erst einmal für den ersten Teil gewesen sein. Ich freue mich über jedes Feedback oder Verbesserungsvorschläge!

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Christoph Barchnicki

Es sind nun ein paar Monate vergangen, nachdem unsere OpenSAGA-Website erfolgreich an den Start gegangen ist und lebt – das kann man nicht bestreiten. Hier und da geschehen Änderungen, moderne Features werden ergänzt.

Wer schon länger in diesem Blog mitliest, wird mitbekommen haben, dass unsere Website als “gut barrierefrei” bewertet worden ist. Ein entwicklungsbegleitender Zwischentest ergab 92,5 Punkte im BITV-Standardtest nach BITV2. Damals hieß es im Artikel:

“…wir werden aber noch Verbesserungen vornehmen und die Website in naher Zukunft auf 95+ heben… und intern läuft immer noch eine Wette, ob wir 100 Punkte schaffen…”

Nun, jetzt soll es soweit sein. Nach spannenden Projekten mit und rund um OpenSAGA ist jetzt endlich (es juckt in den Fingern… :-) ) die Website dran! Dazu habe ich eine Idee gehabt: Ich werde hier im Teamblog Arbeitsschritte dokumentieren und festhalten, die im BITV-Test “eher erfüllt”, “teilweise erfüllt” oder gar “nicht erfüllt” wurden. :-) Spannend dürfte sein, welche Komponenten der Website (erstellt mit OpenSAGA, mehr dazu hier) eher nicht barrierefrei sind und wie ich diese Schönheitsfehler in OpenSAGA gelöst habe.

Für unseren Zwischentest war das BITV-Consult zuständig, welches ein ausgereiftes Angebot von erfahrenen Beratern zur Verfügung stellt.

Ab heute geht es los !

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Schon morgen ist es soweit. Das OpenSAGA-Projekt wird auf der MEMO-2011 zusammen mit dem BITV auf einem Stand vertreten sein. Zu finden sind wir direkt am

Foyer, Stand FY-01

Die MEMO findet am 8. und 9. Juni in Münster zum 6. Mal statt und versteht sich als eine zukunftsweisende Veranstaltung für alle Aspekte im Zusammenhang mit der Modernisierung von und Prozessoptimierung in öffentlichen Verwaltungen.

Zudem sind viele interessante Demos geplant. Nachdem die Demo der in OpenSAGA entwickelten neuen Webseite bisher so gut auf dem LinuxTag ankam, haben wir uns entschlossen, diese erneut und in einer neueren Version zu präsentieren! Dieses mal allerdings vom Entwickler (also von mir ;-) ).

Darauf werden wir noch ein kleines i-Tüpfelchen setzen und mit Herrn Detlef Girke vom BIK@Work Team mehrere BITV-Live Tests durchführen.

Herr Detlef Girke wird am Stand das OpenSAGA-Portal live durchtesten und spannende Tipps geben, worauf man bei Barrierefreiheit achten sollte.

Darüber hinaus wird das Ratsinformationssytem OpenRIS gezeigt und die vielen neuen spannenden Funktionen der kommenden OpenSAGA Version.

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Die nächste Gelegenheit, die aktuellen Features von OpenSAGA zu sehen, ergibt sich auf dem LinuxTag. Auf dem Business- und Behördenkongress des LinuxTags 2010 wird mein Kollege, Sven Helmberger, einen Vortrag über die besonderen Fähigkeiten von OpenSAGA rund um Barrierefreiheit halten. Ist Barrierefreiheit auf Basis der BITV heute in vielen Projekten immer noch ein Schreckensthema, da die technischen Anforderungen als komplex und  schwierig zu erfüllen sind, muss dies längst nicht so sein. Mit der richtigen Plattform ergeben sich sogar vielfältige Einsparpotenziale durch Barrierefreiheit.

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Heute haben wir nach einigen Wochen abend endlich OpenSAGA 1.1.0 fertiggestellt. Dabei handelt es sich – wie der Name bereits andeutet – um ein “minor release”, dass sich insbesondere darauf fokussiert, Usability und Dokumentation der Plattform zu steigern. Mit der Version 1.1.0 legen wir außerdem den Grundstein für eine ganze Reihe neuer spannender Features, die wir bis Jahresende angehen wollen. Begleitet wird OpenSAGA 1.1.0 auch durch das neue OSclipse-Release 1.1.0, dass den Entwicklungskomfort innerhalb von Eclipse deutlich steigt.

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Noch zwei Werktage bis zum Release von OpenSAGA 1.0.0. Auch heute habe ich die besondere Freude eine weitere wichtige Kooperation des OpenSAGA-Projekts mit einem neuen Partner bekanntgeben zu können – fortan unterstützt uns das Projetk BIK@work bei der Umsetzung barrierefreier Anwendungen in Unternehmen, öffentlichen Verwaltungen, Verbänden, Vereinen und Gemeinden. Mit dieser Beratungspartnerschaft steht uns ein immenser Erfahrungsschatz bei der Gestaltung und Umsetzung solcher Angebote zur Verfügung, was helfen wird, die herausragenden Stärken von OpenSAGA in diesem Bereich weiter auszubauen.

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Noch neun Werktage bis zum Release von OpenSAGA. Um OpenSAGA einer möglichst breiten Masse von Personen bekannt zu machen, werden wir dieses Jahr auf einer Reihe von Veranstaltungen auftreten. Neben der bereits erwähnten SEE 2010 und dem eGovernment-Day auf der JAX 2010 werden wir als Nächstes die besonderen Stärken von OpenSAGA zum Themenkomplex “Barrierefreie Webanwendungen” auf dem LinuxTag 2010 präsentieren.

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